Letzten Monat sass ich mal wieder am Pult, um den gestalterischen Unterricht zu planen. Ich wollte mal etwas anderes machen als Zeichnen und Ausschneiden. Und ehrlich gesagt: Es sollte nicht allzu aufwendig in der Vorbereitung sein. Ich hatte keine Lust auf Heissleim-Chaos oder Bastelmaterial, das nach einer Stunde im Abfall landet. So bin ich auf Makedo gestossen.
Melanie Schmucki ist Primarlehrerin und Medienpädagogin. Ihre vielfältigen Interessen und ihr grosser Erfahrungsschatz helfen ihr in ihrer Tätigkeit als Produkttesterin und Kursleiterin für die Bischoff AG.
Makedo ist ein System aus Werkzeugen und Verbindern, mit denen man Karton auf sichere und kreative Weise verbinden kann, ganz ohne Leim, Tacker oder Klammern. Die Kinder können damit schneiden, falten, lochen und schrauben.
Und das Beste: Die Materialien sind wiederverwendbar und perfekt für den Schulalltag. Ich war sofort begeistert. In der Werkbox sind kindgerechte Werkzeuge, die auch in kleinen Händen gut liegen und trotzdem stabil sind.
Der Makedo HUB
Was mich aber wirklich überzeugt hat, war der Makedo HUB.
Das ist eine Onlineplattform mit unzähligen Projektideen, Anleitungen, druckbaren Vorlagen und Tipps für die Umsetzung im Unterricht.
Besonders toll: Alle Projekte sind übersichtlich kategorisiert nach Thema, Schwierigkeitsgrad und Alter der Kinder. Ich konnte sofort nach Projekten suchen, die zu meiner Klasse und zum aktuellen Thema passten.
Viele der Ideen lassen sich direkt mit Lehrplan-Kompetenzen verknüpfen. Und es gibt nicht nur einfache Bastelarbeiten, sondern auch grössere Projekte, die das Planen, Konstruieren und Problemlösen fördern.
Meine Makedo-Projekte
Ich habe mir zwei Projekte ausgesucht, die sich leicht umsetzen lassen und zur kommenden Herbstzeit, und insbesondere Halloween, passen.
Das erste Projekt war das Pappteller-Skelett. Mit Papptellern, Kartonresten und ein paar Makedo-Scharnieren sollte ein bewegliches Skelett entstehen. Eine einfache Idee, die sofort Lust aufs Basteln macht.
Als zweites Projekt habe ich die Vorlage für Scharniere aus dem 3D-Drucker genutzt. Diese eignen sich perfekt für Türen, die sich öffnen und schliessen lassen. Damit sollten die Kinder ein Geisterhaus gestalten. Die Vorlage kann auf thingiverse heruntergeladen werden.
Beim Pappteller-Skelett waren die Kinder sofort Feuer und Flamme. Jedes Skelett wurde individuell gestaltet und nebenbei konnten wir auch gleich Themen wie Bewegung, den menschlichen Körper und Konstruktion aufgreifen.
Auch die Geisterhäuser wurden zu kleinen Meisterwerken. Dank der 3D-gedruckten Scharniere entstanden Türen, die geöffnet und geschlossen werden konnten. Die Kinder verwandelten einfache Kartonstücke in detailreiche Geisterhäuser, jedes davon einzigartig und voller überraschender Ideen.
Was ich aus dem Projekt mitnehme
Makedo zeigt, wie viel mit einfachen Mitteln möglich ist. Ich musste kaum etwas vorbereiten, die Materialien kosteten fast nichts und die Resultate waren beeindruckend.
Ob für eine Doppelstunde oder ein grösseres Projekt über mehrere Wochen: Der Makedo HUB bietet unendlich viele Ideen für den Schulalltag.