Ein Roboter aus einer Zahnbürste?

Das Prinzip des Wunderwuzzi ist ebenso einfach wie faszinierend. Ein kleiner Vibrationsmotor versetzt den Roboter in Bewegung. Die Vibration wird auf den Zahnbürstenkopf übertragen und die Borsten sorgen dafür, dass sich der Wunderwuzzi über eine glatte Oberfläche bewegt.

Das Set enthält die benötigten Komponenten: einen Zahnbürstenkopf, ein 3D-Druck-Stecksystem mit verschraubter Knopfbatterie, einen Vibrationsmotor sowie Wackelaugen und verschiedene Dekoelemente.

So entsteht aus wenigen Einzelteilen ein funktionierender kleiner Roboter.

Und genau hier beginnt das Lernen: Warum bewegt er sich überhaupt? Was passiert, wenn die Borsten anders ausgerichtet werden? Warum fährt ein Wunderwuzzi geradeaus und ein anderer im Kreis?

Aus einem kleinen Bastelprojekt wird schnell ein spannendes Experiment.

Technik verstehen durch Ausprobieren

Beim Wunderwuzzi müssen Kinder nicht zuerst komplizierte technische Zusammenhänge verstehen. Sie erleben die Technik direkt.

Der Motor dreht sich beziehungsweise erzeugt eine Vibration. Die Batterie liefert die benötigte Energie. Die Borsten übertragen die Bewegung auf den Untergrund. Verändert man einzelne Faktoren, verändert sich auch das Verhalten des Roboters.

Damit eignet sich der Wunderwuzzi sehr gut für einen entdeckenden Unterricht. Die Kinder können Vermutungen aufstellen, Veränderungen vornehmen und anschliessend beobachten, ob ihre Idee funktioniert.

Dabei entstehen ganz automatisch Fragen:

  • Was bringt den Roboter in Bewegung?
  • Welche Aufgabe übernimmt die Batterie?
  • Weshalb vibriert der Motor?
  • Welchen Einfluss haben die Borsten?
  • Wie können wir die Fahrtrichtung verändern?
  • Auf welchem Untergrund fährt der Roboter am besten?
  • Können wir unseren Wunderwuzzi schneller machen?
 

So werden erste technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge greifbar.

Wunderwuzzi ist der ideale Einstieg in Robotik für Schulen

Vom Bastelprojekt zum kleinen Forschungsauftrag

Nach dem Zusammenbau ist beim Wunderwuzzi noch lange nicht Schluss. Im Gegenteil: Jetzt wird es erst richtig interessant.

Eine einfache Aufgabe könnte beispielsweise lauten: Wer schafft es, seinen Wunderwuzzi möglichst gerade über eine bestimmte Strecke fahren zu lassen?

Dafür können die Kinder zunächst beobachten, wie sich ihr Roboter verhält. Anschliessend dürfen sie Veränderungen ausprobieren und vergleichen, welchen Einfluss diese haben.

Eine andere Möglichkeit ist ein kleines Wettrennen. Auf einem Tisch oder einer grossen Unterlage wird eine Rennstrecke aufgebaut und mehrere Wunderwuzzis treten gegeneinander an.

Dabei muss es aber nicht immer darum gehen, welcher Roboter am schnellsten ist. Spannend sind auch andere Herausforderungen: Welcher Wunderwuzzi bleibt am längsten innerhalb einer markierten Fläche? Welcher schafft einen Parcours? Welcher legt in einer bestimmten Zeit die grösste Strecke zurück?

So lässt sich aus einem einfachen Bausatz eine ganze Unterrichtssequenz entwickeln.

Kreativität gehört dazu

Technik und Gestaltung lassen sich beim Wunderwuzzi wunderbar miteinander verbinden. Mit den mitgelieferten Wackelaugen und Dekoelementen erhält jeder Roboter seinen eigenen Charakter.

Natürlich darf noch weitergestaltet werden. Vielleicht bekommt der Wunderwuzzi einen Namen, eine Startnummer oder eine besonders ausgefallene Verkleidung.

Damit verbindet das Projekt technische Inhalte mit kreativem Gestalten. Gerade für Kinder, die bei Begriffen wie Robotik oder Elektronik zunächst zurückhaltend reagieren, kann dieser spielerische Zugang eine spannende Tür zur Technik öffnen.

Wunderwuzzi ist der ideale Einstieg in Robotik für Schulen

Eine eigene Wunderwuzzi-Arena bauen

Noch mehr Möglichkeiten entstehen, wenn die Klasse für ihre Roboter eine eigene Arena entwickelt.

Mit Karton, Papier, Bauklötzen oder anderen vorhandenen Materialien können Strecken, Hindernisse und Spielfelder entstehen. Die Aufgabe könnte zum Beispiel sein, eine Strecke zu konstruieren, auf der sich der Wunderwuzzi möglichst lange bewegt, ohne die Begrenzung zu verlassen.

Oder die Klasse entwickelt gemeinsam ein Spiel: Mehrere Wunderwuzzis starten gleichzeitig in einem Spielfeld. Wer verlässt das Feld zuletzt?

Auch ein Wunderwuzzi-Labyrinth ist denkbar. Die Kinder bauen Hindernisse auf und untersuchen anschliessend, wie sich die kleinen Roboter darin bewegen.

Damit kommen neben Technik auch Planung, Konstruktion, Problemlösung und Teamarbeit ins Spiel.

Perfekt als Einstieg ins Making

Making bedeutet, eigene Ideen nicht nur zu planen, sondern sie tatsächlich umzusetzen: bauen, testen, verbessern und erneut ausprobieren.

Genau dieses Prinzip lässt sich mit dem Wunderwuzzi auf sehr einfache Weise erleben.

Das macht den kleinen Zahnbürstenroboter zu einem unkomplizierten Einstieg in Making und Robotik. Es braucht weder einen Computer noch Programmierkenntnisse. Die Technik bleibt sichtbar und verständlich, und das Ergebnis bewegt sich wenige Augenblicke später über den Tisch.

Gerade dieses schnelle Erfolgserlebnis kann Kinder motivieren, sich anschliessend auch mit komplexeren technischen Fragestellungen, Robotern oder Programmieraufgaben auseinanderzusetzen.

Wunderwuzzi ist der ideale Einstieg in Robotik für Schulen

Klein, unkompliziert und voller Möglichkeiten

Der Wunderwuzzi zeigt, dass ein spannendes Robotikprojekt nicht kompliziert sein muss. Aus wenigen Komponenten entsteht ein kleiner Roboter, mit dem Kinder bauen, experimentieren, gestalten und forschen können.

Ob als kurze Making-Aktivität, Einstieg in die Robotik, MINT-Projekt, Werkstattauftrag oder gemeinsames Klassenprojekt: Der Wunderwuzzi lässt sich vielseitig einsetzen und bietet genügend Raum für eigene Ideen.

Und spätestens wenn eine ganze Gruppe individuell gestalteter Zahnbürstenroboter gleichzeitig über den Tisch flitzt, dürfte klar sein: Technikunterricht kann ganz schön viel Spass machen.