Vor zehn Jahren habe ich meine erste Klasse übernommen. Wie viele Berufseinsteigerinnen war ich voller Vorfreude, hatte unzählige Ideen – und dachte, ich hätte an alles gedacht.

Hefte, Bleistifte, Farbstifte, Scheren und Leim waren sorgfältig organisiert. Doch schon nach den ersten Schulwochen wurde mir klar: Es sind oft die kleinen Helfer, die den Unterricht einfacher machen und den Kindern den Schulalltag erleichtern.

Wenn ich heute nochmals ganz von vorne beginnen würde, wären diese zehn Materialien definitiv von Anfang an in meinem Klassenzimmer.

1. Abaco 20 Tricolor Zähl- und Rechenrahmen

Der Rechenrahmen gehört für mich zu den wichtigsten Materialien im Mathematikunterricht. Gerade beim Aufbau des Zahlenverständnisses hilft er den Kindern enorm, Mengen sichtbar zu machen und erste Additionen sowie Subtraktionen handelnd zu erfassen.

Mein Fazit: Perfektes Hilfsmittel für das Erlernen des Zahlenraums sowie der Addition und Subtraktion.

2. Schreibhilfe Stachelgriff

Nicht alle Kinder halten den Stift von Anfang an locker. Besonders Schülerinnen und Schüler, die sehr stark aufdrücken oder schnell verkrampfen, profitieren von einer passenden Schreibhilfe.

Mein Tipp: Ich kann den Stachelgriff besonders für Kinder empfehlen, die beim Schreiben zu stark drücken.

3. Arda Leselineal

Gerade beim Lesenlernen verlieren viele Kinder schnell die Zeile oder lassen sich von den vielen Wörtern auf der Seite ablenken. Das Leselineal hilft ihnen, sich besser zu orientieren und den Fokus zu behalten.

Für mich: Eine klare Empfehlung für das Lesenlernen.

4. Schaumstoffwürfel 16 cm

Ich hätte nie gedacht, wie oft ich einen grossen Schaumstoffwürfel im Unterricht einsetzen würde. Ob Bewegungspausen, Mathematik, Sprachspiele oder spontane Aktivierungen – er ist unglaublich vielseitig.

Heute möchte ich ihn nicht mehr missen.

5. Geometriespiegel

Viele kennen den Geometriespiegel nur aus dem Mathematikunterricht. Ich nutze ihn aber genauso im Anfangsunterricht Deutsch.

Beim Erlernen der Buchstaben schauen wir gemeinsam die Mundbilder an. Manche Kinder können die Laute dadurch viel besser wahrnehmen und nachbilden. Natürlich kommt der Spiegel später auch wieder im Mathematikunterricht regelmässig zum Einsatz.

6. miniLÜK Erstlesestation

In jeder Klasse gibt es Kinder, die mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen starten. Während einige noch erste Buchstaben kennenlernen, lesen andere bereits kleine Wörter oder ganze Sätze.

Die miniLÜK Erstlesestation eignet sich deshalb hervorragend als Zusatzaufgabe oder zur Differenzierung für Kinder, die schon lesend in die Schule kommen.

7. BrainBox Lernspiele

Spiele gehören für mich einfach in den Unterricht. Sie motivieren die Kinder und fördern gleichzeitig wichtige Kompetenzen.

Die BrainBoxen finde ich besonders spannend. Obwohl ich bereits viele Lernspiele besitze, sind sie eine tolle Ergänzung, die ich gerne im Unterricht einsetzen werde.

8. Sanduhren

Sanduhren gehören bei mir mittlerweile zur Grundausstattung.

Ob Werkstätten, Postenarbeiten oder selbstständige Arbeitsphasen – sie helfen den Kindern, Zeit besser einzuschätzen und strukturierter zu arbeiten.

9. Mathewürfel

Die Mathewürfel sind für mich ein absolutes Must-have.

Ich nutze sie regelmässig für Rechenspiele, Partnerarbeiten oder kurze Übungen zwischendurch. Mit wenig Vorbereitung entstehen immer wieder neue Aufgaben.

10. Gehörschutz

Jedes Kind arbeitet anders. Manche brauchen etwas mehr Ruhe, um sich gut konzentrieren zu können.

Deshalb habe ich immer Gehörschutz im Klassenzimmer. Gerade bei offenen Lernformen oder Gruppenarbeiten wird dieses Angebot von einigen Kindern sehr geschätzt.

Mein Fazit

Mit der Erfahrung wachsen nicht nur die Unterrichtsideen, sondern auch die Materialsammlung.

Viele dieser Produkte hätte ich als Junglehrerin vermutlich gar nicht auf dem Radar gehabt. Heute gehören sie selbstverständlich zu meinem Unterricht und erleichtern sowohl den Kindern als auch mir den Schulalltag.

Vielleicht entdeckt auch ihr darunter ein Material, bei dem ihr nach den ersten Schulwochen denkt:

„Das hätte ich gerne schon bei meiner ersten Klasse gekannt.“